Pegan Diät: Vegan trifft auf Paleo

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Pegan Diät

Die Pegan Diät, also pegane Ernährung, kombiniert die Paleo-Diät (Steinzeit-Diät) mit veganer Ernährung und steht auf der Liste der Diät Trends für 2016 ziemlich weit oben. Aber funktioniert das überhaupt? Die Pegane Diät im Test.

Sowohl vegane Ernährung ist als auch die Paleo-Diät gehören zu den beliebtesten Ernährungsweisen der letzten ein bis zwei Jahre und finden immer mehr Anhänger. Hingegen bei veganer Ernährung auf alle tierischen Produkte verzichtet wird setzt die Paleo-Diät, auch Steinzeit-Diät genannt, auf Lebensmittel die bereits unsere Vorfahren verspeist haben. Dazu wird auf Lebensmittel, die es in der Steinzeit noch nicht gab, wie Zucker, Weizen, Milchprodukte und Fertigprodukte vollständig verzichtet. Fleisch gehört bekanntlich nicht dazu – womit sich die Frage aufdrängt, wie vegane Ernährung mit dem Verzehr von Fleisch in Einklang gebracht werden kann.

So funktioniert die Pegan Diät

Diese Frage hat sich offenbar auch der US-Mediziner Mark Hyman vom Cleveland Medical Center gestellt und daraus eine neue Ernährungsweise und einen neuen Diät-Trend für 2016 geschaffen: Die „Pegan-Diät“.

Zwar sind die vegane Ernährung und die Paleo-Diät sehr gegensätzlich was den Verzehr von Fleisch angeht, aber es gibt auch Gemeinsamkeiten auf denen die pegane Ernährung basiert. So wird sowohl bei Veganismus als auch bei Paleo-Ernährung auf frische und unverarbeitete Lebensmittel gesetzt. Zudem steht bei beiden Ernährungsweisen viel Gemüse und Obst auf dem Speiseplan. Darüber stehen Kohlenhydrate, die den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen lassen, sogenannte „slow carbs“ und gesunde Fette im Fokus. Insgesamt gibt es also tatsächlich mehr Gemeinsamkeiten als man auf den ersten Blick denkt.

Die Regeln der Pegan Diät

Der Erfinder der peganen Ernährung, Mark Hyman, hat eine Reihe von peganen Richtlinien aufgestellt, die wir im folgenden erläutern:

  • Auf den GLYX achten: Es sollten nur Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index gegessen werden
  • Viel Gemüse: Die pegane Ernährung sollte aus 50-70 Prozent aus Gemüse bestehen
  • Gesunde Fette: Auf pflanzliche Öle sollte verzichtet werden
  • Fleisch nur in Maßen: Jede Mahlzeit sollte einen Fleischanteil von maximal 25 Prozent haben
  • Wenn Fleisch dann Bio: Dr. Hyman empfiehlt Fleisch von Weidekühen da dieses mehr Vitamine enthält; zudem verzichtet man dadurch auf Antibiotika, Hormone und genmanipuliertes Fleisch
  • Auf Milchprodukte verzichten: Milchprodukte gelten laut Studien als tendentiell ungesund und sollen Krankheiten wie Adipositas, osteoporose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen begünstigen
  • Glutenfrei ernähren! Neben Weißmehlprodukten, die viel Gluten enthalten, sollte auch Vollkorngetreide verzichtet werden
  • Hülsenfrüchte nur in geringen Mengen: Laut Dr. Hyman verursachen Hülsenfrüchte Verdauungsprobleme und erhöhen den Blutzuckerspiegel
  • (Fast) kein Zucker: Hingegen raffinierter Zucker komplett verboten ist gelten Honig, Ahornsirup oder Kokosblütenzucker als Ausnahme
  • Keine Zusatzstoffe! Industriell verarbeitete Lebensmittel enthalten oft Aroma-, Farb- und Konservierungsstoffe und sind komplett zu vermeiden

Die Vorteile der Pegan Diät

Pegane Ernährung mit frischen LebensmittelnDie Pegan-Diät kombiniert die Vorteile veganer Ernährung und der Paleo Diät: Indem nicht vollständig auf Fleisch verzichtet wird ist die Nährstoffversorgung, insbesondere was Proteine und Vitamin B12, sichergestellt. Auch der hohe Gemüse- und Nussanteil der peganen Ernährung ist grundsätzlich positiv. Das gilt natürlich auch für den Verzicht auf industriell verarbeitete Lebensmittel oder Gerichte. Eine Mangelernährung droht bei peganer Ernährung definitiv nicht.

Die Nachteile der Pegan Diät

Der vollständige Verzicht auf Milchprodukte ist nicht unumstritten. Denn Milch und Milchprodukte gelten als wichtiger Calcium-Lieferant. Dass Vollkornprodukte generell nicht empfohlen werden ist für uns nur schwer nachvollziehbar. Wir sind uns ziemlich sicher, dass diese keine Verdauungsbeschwerden verursachen sondern für viele Mägen zwar ungewohnt aber keineswegs ungesund sind.

Hier noch zwei Literaturempfehlungen für pegane Ernährung:

Unser Fazit zur Pegan Diät

Die Idee, zwei erfolgreiche Ernährungskonzepte zu kombinieren ist grundsätzlich nicht schlecht. Bei der Pegan-Diät muss man sich jedoch fragen, wie sinnvoll diese Kombination ist. Denn bei Veganismus geht es in der Regel nicht nur um die Ernährung sondern auch um die Ideologie dahinter. Insgesamt kann man die Pegan Diät als normale, ausgewogene, abwechslungsreiche Mischkost bezeichnen – also nichts, was einen neuen Diät-Trend rechtfertigen würde.

 

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1 KOMMENTAR

  1. Immer wieder das alte Argument,Milch sei wegen des Calciums wichtig.
    Völliger Blödsinn!
    Erstens enthalten zum Beispiel Bananen viel mehr Calcium,das vom Körper wesentlich besser aufgenommen werden kann(aus unterschiedlichen Gründen,die auszuführen jetzt und hier zu weit geht).
    Zweitens ist der Mensch das einzige Säugetier,das freiwillig artfremde Milch zu sich nimmt.
    Drittens ist der menschliche Organismus gar nicht darauf eingerichtet,tierisches Eiweiß zu verdauen.Diese Entwicklung ist genau genommen eine Mutation.Es gibt heute noch ganze Völker,die das entsprechnende Enzym immer noch nicht produzieren.
    Milch wird hoffnungslos überbewertet,und inzwischen melden auch viele Wissenschaftler Zweifel an.
    Ich bin ein lebendes Beispiel, da auch mein Körper dieses Enzym nicht produziert.Meine gesamte Kindheit hindurch war essen deswegen eine Tortur,bis endlich eine Ärztin durch Zufall auf das fehlende Enzym aufmerksam wurde.Seitdem lebe ich vegan und bin kerngesund!

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