Crawling – Fitness für zu Hause

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Crawling – mit dem neuen Sport-Trend von den Kleinsten lernen

In welcher Phase des Lebens muss man sich über Rückenschmerzen keine Gedanken machen, punktet mit bester Fitness und kann gefühlt alles essen, ohne dass sich unerwünschte Pfunde an den Problemzonen anlagern? Bei dieser Frage fällt den meisten Menschen zurecht das Kleinkindalter ein. Auf allen Vieren eroberte man damals die Welt – und absolvierte ganz nebenbei ein umfassendes Fitnessprogramm, bei dem die Kalorien wie von selbst verbrennen.

Der Ansatz des neuen Fitness-Trends Crawling liegt da eigentlich auf der Hand: Warum sollten nur Kleinkinder von den Vorzügen des Krabbelns profitieren? Beim Crawling begeben sich die Sportler bewusst zurück zu ihren kindlichen Bewegungsmustern – und schaffen damit die Basis für ein effektives Ganzkörperworkout mit hohem Kalorienverbrauch. Was den Sport-Trend zu einem idealen Abnehmtraining macht, wie das Krabbeln konkret funktioniert und warum speziell die Rückenmuskulatur profitiert, erfährst du in den nächsten Abschnitten.

Krabbeln für Erwachsene – das steckt hinter dem Sport-Trend

Um dem Geheimnis dieses Sports auf die Spur zu kommen, hilft ein Blick auf die Wurzeln der noch jungen Disziplin. Die Sportart stammt aus den USA und Australien, wo sie zunächst von Chiropraktikern und Physiotherapeuten eingesetzt wurde. Die Pioniere in Sachen “Krabbeln für Erwachsene” verhalfen ihren Patienten mit den auf den ersten Blick eigentümlichen Bewegungsabläufen zu einer Stärkung des gesamten Körpers sowie einer Verbesserung ihrer Mobilität. Die Vorteile des äußerst effektiven und vor allem für den Aufbau der Rückenmuskulatur idealen Trainings blieben jedoch nicht lange unbemerkt. Seit einiger Zeit ist das Krabbeln auch hierzulande angekommen und begeistert immer mehr Sportler, die ihre Fitness auf anregende, intensive und zugleich spaßbringende Weise trainieren möchten.

So wirkt das Krabbeln auf den Körper

Was kann Crawling nun, was andere Sportarten nicht können? Ein großer Vorteil besteht zunächst darin, dass das Krabbeln beide Körperhälften und verschiedene Muskelgruppen gleichmäßig belastet. Da Hände und Füße wechselseitig im Einsatz sind, ist der gesamte Körper und speziell der Rücken als Stabilisator gefragt. Als echtes Ganzkörpertraining wirkt das Krabbeln zudem besonders auf die Körperregionen, die für gewöhnlich als Problemzonen bezeichnet werden. Wer mit der richtigen Technik auf allen Vieren unterwegs ist, wird unter anderem mit einem festen Po, wohldefinierten Brust- und Schultermuskeln sowie straffen Armen und Oberschenkeln belohnt. Dank der Entlastung der Wirbelsäule können zudem Rückenschmerzen und Nackenverspannungen bei einem regelmäßigen Training verschwinden. Hinzu kommt obendrein noch eine psychische Komponente: Das Krabbeln fördert auch die Koordinationsfähigkeit, die Konzentration und die Gedächtnisleistung.

Unterwegs auf allen Vieren – Das muss man beim Krabbeln beachten

Die Grundtechnik des Krabbelns lässt sich direkt aus dem Bewegungsablauf von Kindern ableiten. Man begibt sich in den Vierfüßlerstand mit dem Gewicht auf Händen und Knien und bewegt sich dann wechselseitig fort. Nach dem linkem Arm und dem rechtem Bein folgen dementsprechend der rechte Arm und das linke Bein. Wichtig: Die Hände sollten unter den Schultern stehen und die Knie sich unter der Hüfte befinden. Beim Krabbeln selbst sind grundsätzlich eher kleine Schritte zu empfehlen und man sollte die Wirbelsäule möglichst parallel zum Boden halten. Zur perfekten Haltung gehören außerdem nach vorn gedrehte Hände und Füße, die Blickrichtung nach schräg-unten und eine möglichst stabile Hüft- und Schulterachse. 

Um das Workout gleich zu Beginn zu intensivieren und damit einen stärkeren Trainingseffekt zu erzielen, hebt man beim Krabbeln einfach die Knie an und lässt sie in der genannten Position einige Zentimeter über dem Boden schweben. Auf diese Weise werden im Besonderen die Bauch- und Rückenmuskeln stärker aktiviert.
Das hört sich alles noch etwas theoretisch an? Mit dem folgenden Video lässt sich der Bewegungsablauf leicht erlernen:

Krabbel-Varianten für Fortgeschrittene

Ist der Grundschritt einmal in Fleisch und Blut übergegangen, kann man das Krabbeln mit verschiedensten Varianten ergänzen. Beim Hantel-Krabbler hält der Sportler etwa Hanteln in beiden Händen, die er bei jedem Schritt mit nach vorne führt. Beim Explosiv-Crawl startet man hingegen in einer Liegestützposition, drückt sich ab und beugt dabei die Beine. So landet man am in der Krabbel-Ausgangsposition und kann mit den Händen erneut in den Liegestütz wandern. Entgegengesetzt zum Krabbeln seht die Technik schließlich bei der “hohen Krabbe” aus: Hier läuft man wie eine Spinne mit möglichst weit nach oben gestrecktem Po.

Auf die Plätze, fertig, los! Trainingsstart in den eigenen vier Wänden

Komfortable Kleidung mit genügend Bewegungsfreiheit und eine freie Fläche – mehr braucht es nicht, um die ersten Versuche auf Händen und Knien zu wagen. Wer den neuen Fitness-Trend testen möchte, kann daher direkt im eigenen Zuhause loslegen und beispielsweise im Wohnzimmer die ersten Runden krabbeln. Schon ein regelmäßiges Workout von nur 20 Minuten bringt nach Meinung von Experten messbare Erfolge und kann damit unter anderem das Abnehmen wirksam unterstützen.

Nachteilen begegnen: Noch mehr Spaß am Krabbeln mit abwechslungsreichem Training und der passenden Ausrüstung

Mögliche Nachteile des Krabbelns sind die Eintönigkeit eines immer gleichen Trainings und mögliche Knieprobleme. Doch man kann gegensteuern: Um das Krabbeln zu einem langfristig attraktiven Vergnügen zu machen, kann man beispielsweise zu seiner Lieblingsmusik aktiv werden, einen Gleichgesinnten zum gemeinsamen Workout einladen und natürlich die verschiedenen Varianten des Krabbelns testen. Für etwaige Knieprobleme gibt es auch eine denkbar einfache Lösung: Mit Knieschonern gehören sie schnell der Vergangenheit an.

Dein Ehrgeiz ist geweckt? Beegib dich auf die Knie und profitiere von dem effektiven Fitness-Trend mit enormem Zukunftspotenzial!

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