FODMAP-Diät

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FODMAP-Diät

Bei der FODMAP-Diät bzw. low-FODMAP Diät handelt es sich um ein gesundheitliches Ernährungskonzept welches speziell für Menschen mit Reizdarm und ähnlichen Verdauungsproblemen entwickelt worden ist. Wir haben uns die FODMAP-Diät genauer angesehen und beantworten die Frage, ob diese Ernährungsweise auch als normale Diät sinnvoll ist: Die FODMAP-Diät im Test.

Was sind FODMAPs?

Die Bezeichnung „FODMAP“ ist eine englische Abkürzung und steht für „Fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide And (und) Polyole“. Dabei handelt es sich um bestimmte kurzkettige Kohlenhydrate und Zuckeralkohole, die von Natur aus in vielen Nahrungsmitteln enthalten sind. Unter der Fermentierung versteht man in diesem Zusammenhang die Zersetzung der Lebensmittel im Darm im Zuge deseines Gärungsprozesses. Bei diesem Vorgang entstehen Gase wie Methan, Kohlenstoffdioxid und Wasserstoff. Bei Menschen mit Verdauungsbeschwerden können diese Gase den Darm zusätzlich reizen. An dieser Stelle setzt die low-FODMAP Diät an.

Wie funktioniert die FODMAP-Diät?

low FODMAP bei VerdauungsproblemenUm die Beschwerden bei Reizdarm zu reduzieren werden bei der FODMAP-Diät diese bestimmten Lebensmittel bewusst reduziert. Dazu wird im Zuge der Diät die Ernährung in drei Phasen umgestellt. In der ersten Phase der FODMAP-Diät werden alle FODMAP-haltigen Lebensmittel für die Dauer von mindestens acht Wochen vom Speiseplan verbannt. In der zweiten Phase sind FODMAP-haltige Lebensmittel teilweise wieder erlaubt. Um welche Lebensmittel es sich dabei konkret handelt hängt von individuellen Symptomen und Beschwerden ab. In der dritten und letzten Phase soll der Teilnehmer mit Hilfe der zuvor gewonnenen Kenntnisse eigenverantwortlich auf FODMAP-arme Ernährung achten um die Beschwerden nachhaltig zu reduzieren oder zu vermeiden.

FODMAP Lebensmittel

Generell zählen alle Lebensmittel mit hohen Anteilen an Fructose, Lactose, Fruktane, Galactane und Polyole zu den FODMAPs. Diese stecken in Süßigkeiten, Milchprodukten, Kohl, Steinobst und verschiedenen Brotsorten.

Diese Gemüsesorten weisen den höchsten FODMAP-Anteil auf: Artischocken, Blumenkohl, Brokkoli, Champignons, Erbsen, Knoblauch, Kohl, Lauch/Porree, Pastinaken, Rosenkohl, Sellerie, Spargel, Süßkartoffeln, Zwiebeln.

Diese Obstsorten weisen ebenfalls hohe Anteile an FODMAPs auf: Avocados, Äpfel, Aprikosen, Birnen, Kirschen, Mangos, Nektarinen, Pfirsiche, Pflaumen, Trockenfrüchte, Wassermelonen.

Für wen ist die FODMAP-Diät geeignet?

Die low-FODMAP-Diät wurde speziell für Menschen mit Reizdarm und Verdauungsproblemen entwickelt. Im Rahmen von Studien wurde festgestellt, dass bei etwa zwei Dritteln der Teilnehmer die Symptome durch die low-FODMAP-Ernährung gelindert werden konnten. Jedoch ist diese spezielle Form der Ernährung beispielsweise auch für Menschen mit Lactose- oder Fructoseintoleranz geeignet.

Vorteile der FODMAP-Diät

Der wesentliche Vorteil der FODMAP Diät besteht darin, Symptome und Beschwerden bei Verdauungsproblemen zu reduzieren und damit die Lebensqualität zu steigern. Jedoch kann der Verzicht auf die kurzkettigen Kohlenhydrate auch bei völlig gesunden Menschen von Vorteil sein, denn diese „leeren Kohlenhydrate“ werden vom Körper schnell verwertet, der Blutzuckerspiegel steigt schnell an und fällt im Anschluss schnell ab. In Folge dessen tritt das Hungergefühl schneller wieder ein.

Nachteile der FODMAP-Diät

Für Menschen mit Reizdarm oder anderen Verdauungsproblemen weist die low-FODMAP Ernährung praktisch keine Nachteile auf. Anfangs erfordert es ein gewisses Grundwissen um zu Erlernen, welche Lebensmittel hohe Anteile an FODMAPs aufweisen und welche Produkte bedenkenlos verzehrt werden können. Aus diesem Grunde sollte die low FODMAP Diät im Optimalfall unter ärztlicher Anleitung erfolgen.

Unser Fazit zur FODMAP-Diät

Die low FODMAP-Ernährung ist zweifellos ein gesundes Ernährungskonzept für Menschen mit Reizdarm, Verdauungsproblemen und gewissen Lebensmittelintoleranzen. Als normale Diät zum Abnehmen ist sie aber nur sehr bedingt geeignet, denn sie erfordert einiges an Fachwissen was low-FODMAP Lebensmittel angeht. Zudem sollte zuvor ein Arzt aufgesucht werden der den Teilnehmer im Zuge der Ernährungsumstellung berät und beaufsichtigt.

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