Körperfettwaage – Erfolg beim Abnehmen messen

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Körperfettwaage

Warum brauche ich eigentlich eine Körperfettwaage? werden sich manche fragen. Nun, der Erfolg beim Abnehmen wird normalerweise in Kilogramm gemessen. Das ist die gängige Methode, aber das Gewicht allein sagt noch lange nichts über die Gesundheit eines Menschen aus. Der übliche Gang auf die Waage bringt nur etwas, wenn die Muskelmasse gleich bleibt. Sehr sportliche Menschen haben aber mehr Muskelgewebe und dafür weniger Fettgewebe. Ein durchaus muskulöser, kräftiger Körper kann also bei gleicher Körpergröße genauso viel wiegen wie ein untrainierter Körper, der einfach nur mehr Fettgewebe aufweist.

Zudem setzen ja manche Diätprogramme genau auf das Muskelwachstum, denn mehr Muskeln erhöhen den Grundumsatz an Kalorien, also die Kalorien, die der Körper immer und sozusagen schon im stand-by verbraucht. Auf diesem Konzept basieren Fitnessprogramme wie Fettverbrennungsofen, New Moove oder auch die bekannte Schlank im Schlaf Diät, aber auch viele andere Methoden zum Abnehmen durch Fitness.

Also muss man, um den Erfolg einer Diät zu messen, das Anteil an Körperfett bestimmen. Durch eine Kombination aus Körpergewicht und Körperfettbestimmung können bessere Rückschlüsse auf den Allgemeinzustand eines Menschen gezogen werden. Hier kommt die Körperfettwaage zum Einsatz.

Körperfett ist nicht gleich Körperfett

Zum Thema Körperfettwaage ist es erst einmal wichtig zu wissen, dass der Körperfettanteil und die Körperfettverteilung sehr stark variieren. Männer haben generell weniger Körperfett als Frauen, ältere Menschen tendenziell mehr Körperfett als jüngere. Profisportler können sogar einen Körperfettanteil von lediglich 8 – 12% aufweisen.

Doch welcher Anteil an Körperfett ist gesund? Frauen sollten den Wert von 30% nicht überschreiten und Männer keinesfalls Fettanteile von über 25% haben.

Dabei gilt die Faustregel: Je jünger ein Mensch, umso weniger Körperfett sollte der Körper aufweisen. Frauen sind übrigens durch die Evolution besonders auf Fettspeicherung “programmiert”. Der weibliche Körper muss genug Reserven für Schwangerschaft und Stillzeit ansammeln. Das erklärt vielleicht, warum viele Frauen schon zunehmen, wenn sie ein Stück Sahnetorte auch nur ansehen.

Apfel- oder Birnenform?

Der Körperfettanteil allein gibt noch keine Auskunft darüber, welches Körperfett überwiegend vorhanden ist, und wo es sich anlagert. Menschen mit einer Fettverteilung am Bauch leben medizinisch gesehen ungesünder, da diese Fettverteilung oft mit Typ 2 Diabetes, koronaren Herzerkrankungen oder dem polycystischen Ovarialsyndrom einhergeht. Die daraus resultierende Körperform wird Apfelform genannt.

Die sogenannte Birnenform, also Fettansammlungen an Po und Oberschenkeln, ist zwar nicht sehr ästhetisch, jedoch aus medizinischer Sicht vollkommen unbedenklich.

Wie funktioniert eine Körperfettwaage?

Die herkömmlichen Modelle zeichnen sich durch vier Elektroden aus, die durch eine Glasplatte sichtbar im Boden integriert sind. So steht immer ein Fuß auf ein- oder zwei Elektroden. Durch diese Elektroden fließt ein schwacher Stromimpuls den Körper hindurch. Der elektrische Widerstand unterscheidet sich dabei je nach Fett- oder Muskelgewebe. So kann die Waage das Verhältnis von Fett- und Muskelmasse bestimmen, jedoch nur von der Hüfte abwärts.

Genauere Geräte sind zusätzlich noch mit Handelekroden ausgestattet, sie ermöglichen eine Körperfettbestimmung des ganzen Körpers. Moderne Körperfettwaagen in Praxen können sogar den Organfettanteil und die Knochenmasse bestimmen.

Körperfett bestimmen – aber richtig

KörperfettwaageDie herkömmlichen Geräte haben ihre Grenzen. Da Feuchtigkeit den elektrischen Strom stärker leitet, sollten die Füße beim Betreten der Körperfettwaage immer trocken sein. Körperwasser beeinflusst die Messung ebenfalls. Deshalb am besten immer zur gleichen Tageszeit wiegen, nach dem Toilettengang. Vor dem Wiegen nichts trinken.

Durch die starken Schwankungen empfiehlt es sich, drei Messungen hintereinander durchzuführen und dann den Mittelwert zu bestimmen. Durch die zusätzliche Angabe von Gewicht, Geschlecht und Alter lässt sich nun der Anteil an Körperfett errechnen.

Alternativen zur Körperfettwaage

Körperfettwaagen stellen nicht die einzige Möglichkeit dar, das Körperfett zu bestimmen. In der Medizin werden auch andere Methoden verwendet.

Die technisch am einfachsten durchführbare Methode ist die Hautfaltendickemessung nach Caliper. Immer die gleiche Person muss hierfür 9 Hautstellen am Körper mit einem Messschieber messen. Das ist für die Patienten peinlich, und das Organfett wird nicht mit erfasst.

Eine moderne Form dieser Methode ist da schon das “Lipometer“, das mit Rotlicht funktioniert. Dem Körperfett wird außerdem noch mit Ultraschall oder Röntgenstrahlen nachgespürt. Dies sind genaue Methoden, jedoch technisch aufwendig und kostenintensiv. Die Körperfettwaage ist hingegen günstig und relativ genau. Ein günstiges Angebot gibt es hier über amazon.de:

Abschließend ist noch zu sagen, dass es zwar bereits günstige Modelle an Körperfettwaagen zu erstehen gibt, die Qualität des Produkts aber mit steigendem Preis meistens besser ist. Wie immer beim Kauf einer neuen technischen Gerätschaft ist es wichtig, genaue Recherchen einzuholen. Wer die Messmethode berücksichtigt und auf trockene Füße und eine entleerte Blase achtet, hat die Chance auf gute Ergebnisse. Gewicht, Körperfett und Proportionen ergeben so ein Gesamtbild des menschlichen Körpers.

1 KOMMENTAR

  1. Von einem Lipometer habe ich noch nie gehört, gleich mal gegoogelt. Das scheint ja eher ein Produkt für Ärzte zu sein.

    Mit einer Caliper konnte ich nicht wirklich gute Erfahrungen sammeln, da hier für genau Werte immer die genau gleiche Stelle am Körper zur Messung gewählt werden muss. Verrutscht man um einige Zentimeter, ist es mit der Genauigkeit schon dahin. Habe mich daher für die Withings WS 50 entschieden, die mir gleich mehrere interessante Daten ausspuckt und mich hervorragend zu mehr Aktivität und einer gesünderen Ernährung motiviert.

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