EMS-Training – in 20 Minuten zur Traumfigur?

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In Deutschland schießen die sogenannten EMS-Studios seit ca. zwei Jahren wie Pilze aus dem Boden. Inzwischen lässt sich kaum eine größere Stadt in Deutschland finden, in der man nicht die Möglichkeit hat, mithilfe der elektrischen Muskelstimulation (EMS) zum schnellen Erreichen der Traumfigur zu trainieren. Der bei uns gängigste komerzielle Hersteller von EMS-Trainings-Geräten zum Einsatz in Fitness Studios, miha bodytech, meldet auf seiner Website bereits über 1.000 Vertragspartner in Deutschland und Österreich, Tendenz steigend.

20 Minuten Training so effektiv wie stundenlanges herkömmliches Gerätetraining

Dass EMS-Training boomt, ist nicht verwunderlich. Schließlich ersetzt eine wöchentliche Trainingseinheit von nur 20 Minuten für viele den Gang zum mehrstündigen Bankdrücken und Co. im herkömmlichen Fitness Center. Möglich wird dies, da während des Trainings alle Muskelgruppen gleichzeitig trainiert werden. Kleine Stromimpulse aktivieren während der Muskelübungen gleichmäßig die Tiefenmuskulatur von Armen, Beinen, Bauch und Rücken. Gerade für beruflich und/oder zeitlich sehr Eingespannte sowie Sportmuffel, die trotzdem etwas für Ihren Körper tun und abnehmen wollen, ist das EMS-Training zu empfehlen.

Speziell zum Abnehmen eignet sich EMS-Training besonders gut. Denn sobald der Körper Muskeln aufgebaut hat, verbraucht er deutlich mehr Energie als Grundumsatz und kann so dauerhaft die Fettverbrennung ankurbeln.

Aber funktioniert das wirklich? wir haben für Dich bei Carsten Pachnicke, Geschäftsführer bei 25minutes, einem der größten deutschen EMS-Studios mit Sitz in Hamburg, nachgefragt:

diaet-test.com: Herr Pachnicke, Sie betreiben Ihr Studio seit knapp zwei Jahren in der Hamburger Innenstadt. Wie zufrieden sind Ihre Kunden?

Carsten Pachnicke: Unsere Kunden sind sehr zufrieden – in einer kürzlich durchgeführten Mitgliederbefragung gaben fast 90 Prozent der befragten Mitglieder an, mithilfe des Trainings an den EMS-Geräten ihrem Trainingsziel näher gekommen zu sein – diese Zahl spricht meiner Meinung nach für sich.

diaet-test.com: Und welche Ziele verfolgen Ihre Kunden in der Regel?

Carsten Pachnicke: Die meisten Kunden kommen zu uns, um gezielt Ihre Muskulatur aufzubauen, denn mit EMS trainiert man auch die Tiefenmuskulatur, die mit herkömmlichem Gerätetraining nur schwer erreicht werden kann. So lassen sich die Muskeln sehr schön definieren. Aber auch Rückenprobleme, Körperstraffung, Umfangreduzierung, Abnehmen und Konditionssteigerung sind häufige Motivatoren. Auch Leistungssportler kommen zu uns, um ihre Schnelligkeit zu verbessern oder bestimmte Muskelgruppen mit speziellen Übungen ganz gezielt zu stärken und zu trainieren.

diaet-test.com: Und zum gezielten Abnehmen am Po, Abnehmen am Bauch oder gegen Orangehaut ist EMS-Training also auch geeignet?

Carsten Pachnicke: Allerdings – denn das Bindegewebe wird durch das Training gestrafft und Körperfett abgebaut. Beim Abnehmen sollte man allerdings nicht mit zu schnellen Trainingserfolgen rechnen. Anfangs kann man durch die zusätzliche Muskelmasse sogar etwas zunehmen. Bei konsequentem Training sollten sich spürbare Abnehmerfolge und Umfangreduzierungen nach etwa drei Monaten einstellen. Je nach Veranlagung kann dies aber auch schon deutlich früher der Fall sein.

diaet-test.com: Der Umgang mit elektrischen Impulsen ist ja nicht jedermanns Sache – können Sie ängstlichen Kunden eine Garantie geben, dass das Training sicher und gesundheitlich unbedenklich ist?

Carsten Pachnicke: Wir können versichern, dass die verwendeten niederfrequenten Impulse für einen gesunden Menschen absolut unschädlich sind. Sie erreichen ausschließlich die Tiefenmuskulatur und beeinflussen keine inneren Organe oder wirken sich sonst negativ auf die menschliche Gesundheit aus.

diaet-test.com: Gibt es auch Menschen, für die das EMS-Training nicht geeignet ist, zum Beispiel ältere Menschen?

Carsten Pachnicke: Bei einem gesunden, älteren Menschen spricht rein gar nichts gegen das Training, im Gegenteil. Allerdings gibt es unabhängig vom Alter bestimmte Gründe, wegen derer das Training nicht ohne ärztliche Beratung gestartet werden sollte: Epilepsie, Herzschrittmacher, Schwangerschaft, Schwere Durchblutungsstörungen, Bauchwand- oder Leistenhernie, Tuberkulose, Tumor-Erkrankungen, Arteriosklerose in fortgeschrittenem Stadium, arterielle Durchblutungsstörungen, Schwere neurologische Erkrankungen, Diabetes mellitus, Fieberhafte Erkrankungen, akute bakterielle oder virale Prozesse, Blutungen und starke Blutungsneigungen (Hämophilie).

diaet-test.com: Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Carsten Pachnicke für das angenehme und informative Gespräch!

Bist Du jetzt neugierig geworden und willst EMS-Training einmal selbst ausprobieren? Dann nichts wie los! Das für Dich nächstgelegene EMS-Studio kannst Du z.B. über den Gerätehersteller miha bodytech im Internet ermitteln, indem Du einfach Deine Postleitzahl in die Suchmaske eingibst.

Berichte uns gerne über Deine Erfahrungen und Erfolge mit EMS. Falls Du dem EMS-Training noch nicht so recht über den Weg traust, legen wir Dir das folgende Buch als Literaturtipp ans Herz: “Trainingsformen in Prävention und Gesundheitssport – Vibrationstraining, Einsatz von Muskelstimulation” von Fabian Metz. Erhältlich z.B. über amazon.de:

Alternativen: Fitness für zu Hause mit New Moove oder dem Fettverbrennungsofen.

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