Warrior Diät: Abnehmen wie in der Steinzeit

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Warrior Diät

Bei der Warrior Diät beziehungsweise englisch Warrior Diet handelt es sich um einen Ernährungstrend, der an die Paleo-Diät beziehungsweise Steinzeit-Diät erinnert. Die Warrior Diät geht aber noch einen Schritt weiter und ist deswegen nicht unumstritten. Wir erklären wie die Diät funktioniert und ob man damit gesund abnehmen kann.

Laut dem Künstler, Buchautor und Erfinder der Warrior Diät Ori Hofmekler könne man mit seiner Kriegerernährung viel essen und trotzdem abnehmen. Es komme nur darauf an, zu welcher Zeit was gegessen werde. Das Konzept basiert tatsächlich auf der Ernährung von Kriegern aus der Steinzeit. Diese haben meist vor der Jagd nur eine üppige Mahlzeit am Tag eingenommen. Da man für den Rest des Tages auf Nahrung verzichtet darf man also so viel essen wie man will. Nur wer es vor Hunger gar nicht mehr aushält darf sich einen Snack nach Steinzeit-Art genehmigen – industriell hergestellte Produkte sind natürlich verboten denn diese gab es damals noch nicht.

In der Bodybuilding- und Kampfsportszene ist die Warrior Diät bzw. Warrior Diet schon seit einiger Zeit beliebt, denn neben dem Gewichtsverlust verspricht sie auch eine bessere Regeneration der Muskeln. Dies soll sich positiv auf den Muskelaufbau auswirken. Zudem soll es auch einen entgiftenden Effekt auf den Stoffwechsel haben.

So funktioniert die Warrior Diät

Das Konzept der Warrior Diät ist einfach: Nur wenn echter Hunger vorhanden ist darf gegessen werden. Wer in der Zwischenzeit das Hungergefühl dämpfen will darf zu „Steinzeitsnacks“ wie Nüssen und Früchten greifen. Kalorienfreie Getränke wie Wasser oder ungesüßten Tee sind natürlich auch erlaubt. Ist der Körper nach den Aktivitäten des Tages zur Ruhe gekommen gibt es die versprochene Hauptmahlzeit. Dabei darf es sich dann gerne um ein üppiges Festmahl handeln, schließlich muss man danach wieder knappe 24 Stunden fast vollständig ohne Nahrung auskommen. Auch hierbei gilt die Regel, dass industrielle Produkte und Lebensmittel nicht erlaubt sind. Stattdessen sollen frische, regionale Produkte vearbeitet werden.

Darauf sollte man achten

Intermettierendes FastenWer mit der Warrior Diät abnehmen will muss sich darüber im Klaren sein, dass diese Diät kein Zuckerschlecken ist. Die langen Phasen ohne Nahrung fordern dem Teilnehmer einiges an Disziplin und Durchhaltevermögen ab. Auf der anderen Seite darf man sich bei dem täglichen Festmahl richtig ausleben und ist dabei an keine speziellen Vorschriften gebunden. Dennoch sollte man natürlich die Zusammensetzung der Nahrung berücksichtigen um alle wichtigen Nährstoffe einzunehmen. Viel Eiweiß, gesundes Fett und wenig Kohlenhydrate sind die Faustregel. Außerdem sollte wie bei jeder Diät viel getrunken werden.

Vorteile der Warrior Diät

Im Grunde genommen handelt es sich bei der Warrior Diät um eine ziemlich extreme Form des intermittierenden Fastens. Daher bezeichnet man sie auch als 20/4 Diät. Grundsätzliche gelten Methoden wie die 16/8 Diät, die ebenfalls auf Kurzzeitfasten setzen, als Allzweckwaffe gegen Übergewicht und können mit mehreren positiven Effekten punkten die wissenschaftlich belegt sind. So wurde in Studien festgestellt, dass diese Ernährungsweise unter anderem vor Diabetes, Herz-Kreislauf- und sogar Krebs-Erkrankungen schützen kann. Dies gilt teilweise also auch für die Warrior Diät.

Nachteile der Warrior Diät

Die Warrior Diät ist nicht unumstritten: Unabhängige Ernährungsexperten halten die Ernährung sogar für ungesund. Insbesondere der Muskelaufbau soll damit nicht möglich sein, denn der Körper benötigt nur fünf bis sechs Stunden um aufgenommenes Eiweiß zu verarbeiten. Wer also nur einmal am Tag etwas isst kann in Folge dessen schlecht Muskeln aufbauen. Zudem würde es schwer fallen, mit nur einer großen Mahlzeit pro Tag alle benötigten Nährstoffe aufzunehmen. Daher bestünde die Gefahr einer Mangelernährung.

Unser Fazit zur Warrior Diät

Die Warrior Diät hat gute Ansätze, denn grundsätzlich gilt intermittierendes Fasten als bewährte Methode zum Abnehmen. Auch der Verzicht auf industriell hergestellte Nahrungsmittel ist als positiv zu bewerten und der beliebten Clean Eating Methode recht ähnlich. Die sehr lange Hungerphase von über 20 Stunden betrachten wir jedoch kritisch und denken, dass eine sanftere Methode des intermittierendes Fastens wie die 16:8 Diät empfehlenswerter und gesünder ist. Auch die Bedenken der Ernährungsexperten sind nicht ganz unbegründet: Um den Körper mit allen wichtigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe in ausreichender Menge zu versorgen muss man beim Einkauf gut aufpassen und sich natürlich auch mit den Inhaltsstoffen der Lebensmittel etwas auskennen. Ansonsten besteht tatsächlich die Gefahr einer Mangelernährung.

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