IIFYM Diät

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IIFYM Diät

Die IIFYM Diät zählt aktuell zu den beliebtesten Diäten. Genau genommen handelt es sich dabei jedoch nicht um eine Diät sondern um ein Ernährungskonzept. Die Grundidee: Abnehmen ohne hungern und ohne Verzicht. Wir klären auf, wie die IIFYM Diät funktioniert und für wen sie geeignet ist. Die IIFYM Diät im Test!

Das IIFYM Konzept

Widmen wir uns erst mal der Abkürzung IIFYM, bei der es sich übrigens weder um eine offizielle Diät- noch um eine Produktbezeichnung handelt. Das IIFYM steht für „If it fits your Macros“ was übersetzt so viel heisst wie „Wenn es in deinen Makronährstoffplan passt“. Unter Makronährstoffen versteht man die großen Nahrungsbestandteile Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate. Der Begriff hat seinen Ursprung aus der englischen Bodybuilding-Szene, in der Anfängerfragen wie „Darf ich Nudeln essen?“ oder „Wieviel Schokolade am Tag ist okay?“ mit der simplen Aussage „If it fits your macros“ abgetan wurden.

Hingegen andere Ernährungsweisen wie die Low-Carb-Diät auf die Reduzierung von beispielsweise Kohlenhydraten setzen ist bei dem IIFYM Konzept grundsätzlich alles erlaubt. Es werden weder bestimmte Lebensmittel bevorzugt noch verboten. Aufgrund dieser flexiblen Ernährung nennt man die IIFYM Diät auch Flexible Diet, also flexible Diät. Das IIFYM Prinzip verspricht also, ohne Verzicht und Zusatzprodukte die eigenen Abnehmziele erreichen zu können, und das völlig alltagstauglich.

So funktioniert die IIFYM Diät

Bei der IIFYM Ernährung sind zwar grundsätzlich alle Lebensmittel erlaubt, jedoch nicht in beliebiger Menge. Die tägliche Zufuhr an den Makronährstoffen Protein, Fett und Kohlenhydraten muss also überwacht werden damit die erlaubte Menge an Kalorien nicht überschritten wird. Es müssen also stets Kalorien gezählt werden. Im Wesentlichen geht es dabei wie bei den meisten Diät-Konzepten um das Grundprinzip der Kalorienbilanz: Erfolgreich abnehmen funktioniert nur, wenn man mehr Kalorien verbrennt als man über die Ernährung zu sich nimmt.

Die erlaubte Menge an Kalorien hängt wiederum vom individuellen Energiebedarf ab, dazu muss dieser zuvor natürlich berechnet werden. Der Energiebedarf setzt sich zusammen aus Grundumsatz und Leistungsumsatz. Hingegen der Grundumsatz durch Alter, Größe, Gewicht und Geschlecht berechnet wird basiert der Leistungsumsatz auf der körperlichen Aktivität: Wer sich mehr bewegt verbrennt natürlich automatisch mehr Kalorien. Zur einfachen Berechnung des eigenen Energiebedarfes bietet sich die Verwendung eines Energiebedarfsrechners an.

Neben der Kalorienobergrenze geht es bei der IIFYM Diät um die richtige Verteilung der drei Makronährstoffe Eiweiß, Kohlenhydrate und Fett. Dazu werden alle Lebensmittel in diese drei Kategorien eingeteilt. Eiweiß ist dabei der wichtigste Makronährstoff und sollte den größten Teil der Ernährung ausmachen. An zweiter Stelle folgen Kohlenhydrate als Energielieferant. Fette sollte man am wenigsten zu sich nehmen. Eine sinnvolle Verteilung der Makronährstoffe wäre etwa 60-30-10: 60% Eiweiß, 30% Kohlenhydrate und 10% Fett. Wie der Ernährungsplan genau aussehen soll kann man von den individuellen Zielen abhängig machen.

Vorteile der IIFYM Diät

Bei der IIFYM Ernährung sind alle Lebensmittel erlaubt – man muss also auf nichts verzichten und darf auch mal sündigen solange man sich an die Einteilung der Makronährstoffe und die Kaloriengrenze hält. Da es keine Verbote gibt ist das flexible Ernährungskonzept relativ einfach in den Alltag einzubinden.

Nachteile der IIFYM Diät

Damit die tägliche Menge an erlaubten Kalorien nicht überschritten wird muss man natürlich bei jeder Mahlzeit Kalorien zählen. Zudem muss auch praktisch immer Buch geführt werden welche Lebensmittel man verzehrt hat um sich an die Verteilung der Makronährstoffe halten zu können. Zwar gibt es inzwischen viele Apps für das Smartphone die dabei sehr hilfreich sind, dennoch erfordert die IIFYM Diät einigen Aufwand.

Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass bei den Makronährstoffen Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette nicht unterschieden wird. Das macht es für den Anwender zwar leichter, ist jedoch nicht unbedingt gesund. So sind beispielsweise Vollkornprodukte natürlich gesünder als Lebensmittel aus Weißmehl.

Unser Fazit zur IIFYM Diät

Genau genommen handelt es sich bei der IIFYM Diät um eine Ernährungsumstellung und nicht um eine kurzfristige Diät. Das ist grundsätzlich positiv zu bewerten. Auch der Grundgedanke, dass alle Lebensmittel erlaubt sind gefällt uns gut, birgt auf der anderen Seite jedoch die Gefahr, dass man oft zu ungesunden Lebensmittel greift. Insbesondere der hohe Aufwand durch das Kalorienzählen schreckt ab. Für Diät-Neulinge ist die Diät zudem nur bedingt geeignet da man die Bestandteile der Lebensmittel im Prinzip genau kennen muss um sich an die Vorgaben halten zu können.

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