Fitness Tracker für Einsteiger im Test

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Fitness Tracker für Einsteiger

Fitness Tracker begleiten selbst diejenigen von uns, die noch keinen am Arm tragen. In der Fernsehwerbung, in Zeitschriften, im Radio, im Juweliergeschäft und spätestens bei Freunden begegnen einem Fitness Tracker in der einen oder anderen Form. Wir beleuchten heute Fitness Tracker für Einsteiger.

Doch was genau ist ein Fitness Tracker? Was kann ich erwarten, was kann er leisten und ganz wichtig: brauche ich überhaupt einen? In den letzten Monaten, wenn nicht sogar Jahren, ist ein Trend immer deutlicher geworden: statt nur durch eine Diät zur guten Figur zu kommen rücken Sport und Fitness immer mehr in den Vordergrund.

Fitness Tracker für Einsteiger notwendig?
Fit mit oder ohne Fitness Tracker?

Körperliche Fitness lässt sich einfach und effektiv nebenbei im normalen Alltag erreichen. Einige Tricks wie zum Beispiel Treppe statt Fahrstuhl gehören natürlich dazu. Doch woher weiß ich, ob meine Aktivitäten reichen oder ob ich doch besser Mitglied in einem Fitnessstudio oder bei Detlef D. Soosts Body Change werde? Ein Fitness Tracker scheint hier die Antwort zu sein. Doch welcher passt zu mir?

Je nach dem, was man braucht, bieten Fitness Tracker verschiedene Funktionen, welche hier im Überblick kurz beschrieben werden, bevor wir zu unserem Modellvergleich kommen.

Fitness Tracker – die Funktionen

  • Schrittzählung
    Die Körperbewegung wird in allen drei Dimensionen aufgezeichnet. Bei einem sich ständig wiederholenden Muster werden diese Bewegungen als Schritte erkannt und gezählt.
  • Distanzmessung/-berechnung
    Anhand der Schrittzahl und unter Zuhilfenahme von verschiedenen Nutzerdaten (z.B. Körpergröße) wird die Distanz berechnet. Das sind allerdings nur Durchschnittswerte, die durch eine GPS-Funktion wesentlich genauer werden. GPS ist im Alltag bei den entsprechenden Armbändern meistens deaktiviert und wird für sportliche Aktivitäten wie zum Beispiel Joggen gesonder eingeschaltet.
  • Kalorienverbrauch
    Der Kalorienverbrauch kann anhand der Schrittzahl mit Hilfe von Körpergröße, Gewicht, Alter und Geschlecht berechnet werden. Bei Fitness Trackern mit HF-Messung wird die Herzfrequenz aufgezeichnet und in die Berechnungen mit einbezogen. Auch diese Werte sind Durchschnittswerte. Eine genaue Berechnung des Kalorienverbrauchs geht nur im Labor. Für die ungefähre Angabe zur eigenen Kalorienbilanz sollten die Angaben eines guten Fitnesstrackers allerdings reichen.
  • Schlafüberwachung
    Diese Funktion bieten mittlerweile fast alle Fitness Tracker. Die Bewegungen, wenn Messmöglichkeit vorhanden auch die Herzfrequenz, werden aufgezeichnet und die Schlafqualität interpretiert. Gute Fitness Tracker teilen den Schlaf in die vier Phasen wach, leichter Schlaf, tiefer Schlaf und REM-Phase auf. Einige Geräte kann man so einstellen, dass man in einem gewissen Zeitfenster in einer leichten Schlafphase geweckt werden möchte. So fällt das Aufstehen wesentlich leichter.
  • Datum und Uhrzeit
    Datum und Uhrzeit werden fast immer angezeigt, um nicht zusätzlich auch eine Armbanduhr tragen zu müssen. Diese Angaben sind auch wichtig für Alarme und Erinnerungen.
  • Herzfrequenz
    Die Herzfrequenz ist wichtig, wenn man gezielt trainieren möchte. Sie kann entweder über einen Brustgurt gemessen werden, der elektrische Impulse beim Herzschlag aufnimmt und die Signale an das Armband weiterleitet, oder das Armband selbst nimmt den Puls optisch wahr. Diese Pulsmessung wird immer populärer, auch wenn es hier zu Abweichungen von 3-5% kommen kann.
  • Multisport
    Einige Fitness Tracker bieten auch verschiedene Sportprogramme an. Meistens sind hier joggen, Rad fahren und schwimmen integriert, teilweise findet man auch Crosstrainer oder ähnliches.
  • Aktivitätserinnerung
    Wer zu lange nicht in Bewegung ist, kann von seinem Armband erinnert werden, ein paar Schritte zu laufen. Meistens reichen 200-300 Schritte aus.
  • Smartphone und Fitness Tracker
    Einige Armbänder kommunizieren mit dem Smartphone, um Musik steuern zu können und auch Benachritigungen nicht zu verpassen.
  • Höhenmessung
    Wer viel in den Bergen oder in Hochhäusern unterwegs ist, kann mit Hilfe eines eingebauten Barometers auch die Höhe tracken lassen. Eine Etage ist bei 3 m Höhenunterschied erklommen und wird als Aktivität einberechnet.

Fitness Tracker für Einsteiger

Alle Einsteigermodelle in unserem Test sind nicht mit GPS, HF-Messung oder Touch Screen ausgestattet. Schrittzähler sind bei allen integriert.

Der Jawbone UP Move ist mit einer UVP von 49,99 € der günstigste Fitness Tracker für Einsteiger. Er ist stylish, sehr leicht und hat eine lange Batterielaufzeit. Die Funktionen sind sehr begrenzt auf Schrittzähler und Schlaferfassung. Es ist kein Display vorhanden, allerdings lässt sich die Zeit anhand von Leuchtsegmenten ablesen. Der Tragekomfort ist sehr gut und durch verschiedene Farben lässt er sich dem Tagesoutfit anpassen. Bei Amazon gibt es diesen Fitness Tracker bereits zum kleinen Preis.

Das Fitbit ZIP ist für knappe 60,00 € zu haben. Es wird nicht am Handgelenk getragen, sondern an der Kleidung befestigt. Hier werden lediglich Schritte gezählt, daraus Kalorien berechnet und die Uhrzeit angezeigt. Ein Smiley im Display soll zu mehr Leistung motivieren. Mit einem USB Dongle können die Daten auf den PC übertragen werden, per Bluetooth kommuniziert dieser Fitness Tracker für Einsteiger aber auch direkt mit diversen Smartphone Apps.

Der Fitbit Flex für ca. 99,99 € UVP verfügt nicht über ein Display. Stattdessen zeigen 5 LED-Lämpchen den Aktivitätsfortschritt des Tages an. Es kann mit Hilfe von Vibrationen an Termine erinnern, Schritte zählen und Kalorien berechnen. Für das genaue Auswerten der Daten muss eine Verbindung zu PC (USB) oder Smartphone (Bluetooth) hergestellt werden. Die Akkulaufzeit ist mit 5 Tagen sehr kurz. Solide, aber mit einem geringen Funktionsumfang ist dieser Fitness Tracker für Einsteiger in seiner Preisklasse gut unterwegs.

Der Fitness Tracker für Einsteiger Fitbit One für ca. 100,00 € bietet weitere Funktionen. Neben dem üblichen Schrittzähler findet man hier auch einen Höhenmesser. Leider ist er nur als Clip an der Kleidung oder in der Hosentasche zu tragen und somit den Fitness Armbändern gegenüber im Nachteil. Die Akkulaufzeit von 14 Tagen ist verlässlich, da sich nur wenige Funktionen aktiv aufrufen lassen.

Die Modelle Vivofit von Garmin bieten ein schönes Design (je nach Modell unterschiedlich) und im großen und ganzen ähnliche Funktionen. Beim aktuellen Modell, dem Garmin Vivofit 3, ist das Display in besserer Qualität und Lesbarkeit vorhanden, Aktivitäten werden unspezifischer aufgezeichnet und komplett nach WHO in das Tagesprofil eingerechnet und auch eine Schlaferkennung ist bei diesem Modell vorhanden. Die angegebene Akkulaufzeit von 1 Jahr bleibt abzuwarten, da das Display doch einiges an Strom verbrauchen wird.

Als Testsieger der Fitness Tracker für Einsteiger küren wir den Fitbit Charge für knapp 129,99 € UVP. Das Fitbit Charge hat einen guten Funktionsumfang. Der übliche Aktivitätsaufzeichner wird ergänzt durch eine Anrufbenachrichtigung bei Verbindung mit dem Smartphone und einen eingebauten Höhenmesser. Das Display ist sehr gut lesbar, die Akkulaufzeit von 7 Tagen wird nach einer Aufladung per USB von 2 Stunden bereits wieder erreicht. Allerdings sollte sich, wer mehr möchte, noch nach dem Fitbit Charge HR erkundigen. Preislich ist dieser ähnlich angelegt wie der Fitbit Charge, kann jedoch mit einer optischen Pulserkennung und damit einer genaueren Berechnung der Tagesaktivität und des Kalorienverbrauchs aufwarten.

Fitness Tracker für Einsteiger – unser Fazit

Wer mit der Zeit gehen und an seiner Fitness arbeiten möchte, sollte sich einen Fitness Tracker für Einsteiger zulegen. Neben guten Basisfunktionen sind die Modelle mit Armband auch stylish gut dabei. Wer einen Fitness Tracker braucht, der auch bei sportlichen Aktivitäten eine gute Unterstützung, Schlaferkennung sowie weitere Displayfunktionen bietet, sollte sich unseren Testbericht Fitness Tracker für Fortgeschrittene durchlesen.

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