Fettverbrennung

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Fettverbrennung

Die Fettsäureoxidation ist der Vorgang im Körper, den wir umgangssprachlich als Fettverbrennung bezeichnen. Hierfür müssen zunächst die eingelagerten Fette aufgespalten werden – daraus gehen Glycerin und Fettsäuren hervor, die Bestandteile der Fett-Moleküle. Durch die Blutbahn werden die Fettsäuren dann zu den Körperzellen transportiert. Hier angekommen, werden sie mit Hilfe des Stoffes L-Carnitin ins Zellinnere eingeschleust, genaugenommen in die Mitochondrien.

Gottfried Schatz, der sich als Biochemiker eingehend mit dem Mitochondrium beschäftigt hat, beschrieb diesen Teil der Zelle treffsicher als „Energiekraftwerk“. Demnach wird hier also das Fett, genauer genommen die Fettsäuren, verstoffwechselt, um dem Körper dann in Form von Energie zur Verfügung zu stehen. Neben der Verbrennung von Fetten aus körpereigenen Reserven gilt dies natürlich auch für Fette, die zuvor über die Nahrung aufgenommen wurden.

Die Fettverbrennung ist ein stetiger Vorgang, der in unserem Körper grundsätzlich immer abläuft. Schließlich wird auch im Ruhezustand Energie zur Aufrechterhaltung der Körperfunktionen benötigt. Allerdings ist die Intensität vor allem bei körperlichen Aktivitäten deutlich höher. Wer Sport betreibt, benötigt natürlich auch mehr Energie. Die Fettverbrennung läuft hier auf Hochtouren. Im Gegenzug gibt es jedoch auch Faktoren, die die Fettverbrennung verlangsamen.

Da L-Carnitin zur Fettverbrennung essentiell ist, kann ein Mangel diese einschränken. Zudem kann eine Verlangsamung der Fettverbrennung durch kohlenhydratreiche Mahlzeiten und dem damit verbundenen Ausstoß des Hormons Insulin zusammenhängen. Prof. A.E. Jeukendrup von der University of Birmingham (GB) stellte in einer seiner Studien fest, dass ein hoher Insulinpegel die Fettverbrennung um bis zu 35% verringern kann.

Dieser Effekt halte bis zu acht Stunden an. Bei einer angestrebten Gewichtsabnahme durch Sport ist jedoch nicht einzig und allein der Grad der Fettverbrennung entscheidend. Schon ab der ersten Minute wird in jedem Falle mehr Energie verbrannt, als im Ruhezustand, gleichzeitig wird Muskelmasse aufgebaut. Auf diese Art und Weise kann die zur Abnahme erforderliche negative Kalorienbilanz erreicht werden.

Auch in der Nacht soll die Fettverbrennung besonders kräftig arbeiten. Daraus resultiert auch die „Schlank im SchlafDiät nach Dr. Detlef Pape. Demnach sollen abends keine Kohlenhydrate mehr gegessen werden. So hat der Insulinspiegel nach der letzten Tagesmahlzeit zum Mittag ausreichend Zeit, zu sinken. In der Nacht ist er dann bis zum Frühstück am Minimum, sodass die Fettverbrennung während des Schlafs auf Hochtouren laufen kann.

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